NACHLESE - Keller Steff Band in Donauwörth
3.5.
2012

KONZERT - Pack ma’s!

Keller Steff und seine Band zeigen eine selten gesehene Bühnenpräsenz

Donauwörth Er lacht, erzählt und singt. Der Keller Steff ist ein sympathischer Typ, mitteilsam, kommunikativ. So erlebten ihn jedenfalls die angesichts des Konzerts einer Band dieser Güte zu wenigen Besucher im Tanzhaus-Saal in Donauwörth. Schade, denn der Keller Steff bringt alle zum Lachen und haut trotzdem (fast) keinen in die Pfanne.

Er erzählt vor seinen Songs, nach seinen Songs und in seinen Songs. Man kann sich nicht sicher sein, ob das, was er erzählt, biografisch oder erfunden ist. Wenn er beispielsweise von einem narrischen Nachbarn berichtet, der sich in die Sichtachse zwischen dem Steff'schen Anwesen und Chiemsee ein Glashaus gebaut hat. Und er erzählt davon, dass man mit dem Königswobbler im See ganz wunderbar fischen kann. Eine Flut von Geschichten hat er parat, zwischendrin wird gegroovt, ganz nach dem Motto: „Pack ma's!"

Es sind diese kleinen Anekdoten, vorgetragen in feinster Chiemgauer Mundart, die den Keller Steff, seine Musik und seine Auftritte so fesselnd machen. Meistens mit Blues paaren der Steff mit den ungekämmten Haaren und seine drei Musiker Chris Stöger, Franz Gries und Gerhard Zimmermann ihre Geschichten. Ein bisschen Rock'n'Roll packen sie mit ein, dann wieder Folk, zwischendurch ein wenig irisch, Country auch - der Keller Steff ist ein Vollblutmusiker.

Macht er das immer so oder nur heute? Diese Frage bleibt unbeantwortet. Man hat das Gefühl, dass man bei der Feier von guten Freunden ist und der Steff mit Mundharmonika und Gitarre Musik macht, während ein neuer Kasten Bier auf den Tisch gestellt wird.

Wenn sich beispielsweise Opa und Oma streiten, dann ist das Kabarett, oder wenn er von ganz persönlichen Erlebnissen erzählt, mitunter hintersinnig.

Natürlich steht der Steff als Sänger, Kabarettist und Mundharmonikaspieler stets im Vordergrund. Aber Gerd Zimmermanns lebhafte Bühnenpräsenz begeistert ebenso wie sein dynamischer Kontrabass. Rund machen den Sound Chris Stöger am Schlagzeug und das Gitarrenspiel von Franz Gries.

Schlosser, Bildhauer und Mofamechaniker

Der Stephan Keller und seine Band sind noch längst nicht am Ende ihrer musikalischen Entwicklung. Der Steff war Schlosser, Pistenraupenpilot, Bildhauer, Seilbahnwart, Bulldogfahrer und Mofamechaniker. Ein Mensch mit vielen Facetten. Das Logo auf Steffs Shirt ist übrigens sein Markenzeichen: ein alter Eicher-Bulldog. Der Keller-Opa hatte ihn damals gekauft, als weit und breit noch keiner so ein Gefährt hatte. Mit diesem Gefährt war der Steff 2008 unterwegs bei der Fußball­ Europameisterschaft in Österreich.

Die Musik der Keller-Steff-Band lässt sich in keine Schublade stecken. Der Liedermacher selbst schon gar nicht. So herzerfrischend sind nicht viele auf der Bühne. Deshalb muss der Steff wiederkommen - und dann hat er ein volles Haus verdient. (bih)

Ausschnitt aus einem Artikel der Augsburger Allgemeinen vom 2. April 2012

TEXTE - Keller Steff & Band - SONGTEXTE
24.3.
2012

Die Texte zu den Songs "Bulldogfahrer, Kaibeziang, Pillermann, Königswobbler, Blechschneck, Narrisch, Oma und Opa, Lehrbua, Modorsog, Fliag mit mir zum Mond" und zum Biathlon Song "Weltmeister"

gibt es hier unter Presse zum herunterladen!

NACHLESE - Keller Steff Band in der Mälze
4.3.
2012

Da war das Zuhören das reinste Vergnügen

VON WERNER ENZMANN, MZ

KONZERT  Mit Liedern übers Angeln und Bulldogfahren, übers Beichten und Häuser­bauen brachten der Keller Steff und seine Band die rappelvolle Mälze zum Grooven. (24.2.)

REGENSBURG  Dass der Oberpfälzer ein eher zurückhaltender Menschen­schlag ist, darf als widerlegt gelten. Denn jetzt spielte der Keller Steff - ein Chiemgauer notabene - mit seiner vorzüglichen Band in der Alten Mälze­rei und jeder im dicht gedrängten Publikum sang aus voller Kehle mit, als es ums „Kaibeziang" ging, ums Bulldogfahren, den Blechschneck und andere kuriose Geschichten, erzählt im schönsten Bairisch.

Richtig aus der Reserve lockte der Keller Steff die Oberpfälzer. Mit seiner gut eingespielten Band macht er aus biografischen Geschichten und Szenen Stücke mit knappen, aber keineswegs oberflächlichen Texten und eingängigen Refrains, die sich in Null Komma nichts zu richtigen Ohrwürmern entwickeln. „Jeder ist anders, jeder ist gut“ – diese Textzeile könnte auch Keller Steffs Motto sein, denn er bringt alle zum Lachen und haut trotzdem (fast) keinen in die Pfanne.

Da geht es im schönsten Dialekt um die streitenden Großeltern und um merkwürdige Nachbarn, um elterliche Kritik an jugendlicher Lebensgestaltung, um Schule, Kirche, das Angeln und Motorsägen. Wenn der Keller Steff – was er gerne tut – etwas weiter ausholt, um die Geschichte hinter einem Lied wie Narrisch zu erzählen, wird deutlich, dass in ihm auch schau­spielerisches und komödiantisches Ta­lent schlummert.

Stücke wie das Spiritual "Hello Je­sus" oder der Blues „Hoocha Coocha" ranken sich um parodistische Szenen mit Dialogen auf der Bühne und leb­hafter Publikumsbeteiligung, an denen alle einen Riesenspaß haben. Vor allem und immer geht es aber um die Musik - und das bedeutet klare, ge­lungene Kompositionen zwischen Blues und Boogie, Soul und Reggae. Und es bedeutet eine großartige Band, die auf ihren akustischen Instrumen­ten einen kristallklaren, druckvollen Sound produziert und einfach mitrei­ßend gut spielt.

Natürlich steht Steff Keller als Sän­ger und Mundharmonikaspieler stets im Vordergrund, aber Gerd Zimmer­manns dynamischer Kontrabass und seine lebhafte Bühnenpräsenz, Chris Stögers perfektes Schlagzeug und Franz Gries' tragende, aber nie vorder­gründige Gitarre machen die Keller Steff Band richtig rund. Dies und dass die vier auch gesanglich ausgezeichnet harmonieren, machte das Zuhören an diesem Abend zu einem Vergnügen ­- sich wie das Publikum mitreißen zu lassen, noch viel mehr.

Auszug aus Artikel aus der Mittelbayrischen Zeitung vom 28.02.2012

(Der vollständige Artikel ist auch unter Presse abgelegt)

TV: "Narrisch" im Bayerischen Fernsehen!
25.2.
2012

Keller Steff & Band am 24.2 im Bayerischen Fernsehen in der 1. Folge von "Heimatsound". Mit dabei waren Claudia Koreck, die Global Kryner, 5/8erl in Ehr’n und Georg Ringsgwandl. Moderatoren: Birgit Denk und Sebastian Winkler.




Steffs Tasse